„Brauchen jetzt eine Lösung“

on Montag, 23 April 2018. Posted in Aktuelles

JU fordert dringend Konzept für Anwohnerparken

„Brauchen jetzt eine Lösung“
Das Bild zeigt: JU-Kreisvorsitzenden und Stadtrat Michael Hien (1.vl.) mit seinen Vorstandskollegen um Kreisgeschäftsführer Sebastian Ingerl (3.v.l.).

Ein tägliches Bild der Anwohner der Innenstadt: man kommt um 17:30 Uhr nach getaner Arbeit nach Hause und findet weit und breit keinen Parkplatz. Die Innenstadtparkplätze sind belegt und wer Glück hat einen Parkplatz zu ergattern, muss noch mehre Euro für die letzten Minuten der kostenpflichtigen Parkraumnutzung entrichten. Ein gleiches Bild in den Parkhäusern: Dauerparkplätze sind nicht verfügbar, wer Glück hat, findet sich auf der Warteliste auf einem Platz unter 50. Für viele bleibt nur noch der Großparkplatz am Hagen als Alternative – weit weg von der eigenen Wohnung und nachts oft eine Einladung für Vandalismus.

Seit Jahren wird diese Problematik in Bürgerversammlungen oder Anwohnergesprächen angesprochen. Die Stadt Straubing verspricht, sich der Thematik anzunehmen. Lösungen oder Lösungsvorschläge gibt es bisher nicht. Die Stadt verweist gerne auf freie Kapazitäten am Kompetenzzentrum. Ein Lösungsvorschlag, der den Innenstadtbewohnern nicht mal mehr ein Lächeln abringt. Gleichzeitig wirbt die Stadt Straubing für Wohnen in der Innenstadt und möchte den Bereich rund um den Stadtplatz attraktiv für (junges) Wohnen machen.

Auch wenn in der Innenstadt viele Besorgungen zu Fuß erledigt werden können, ist Straubing eine Stadt, in der vor allem Familien auf das Auto angewiesen sind. So stehen zum Beispiel die meisten Plätze in Kindergärten und Kinderkrippen in Kagers und Sossau zur Verfügung.

Die Junge Union Straubing hat sich mit der Problematik in ihrer letzten Vorstandssitzung befasst. „Die Anwohner brauchen eine Lösung – nicht in fünf oder zehn Jahren, wenn vielleicht endlich zusätzliche Parkhäuser rund um den Stadtgraben geschaffen wurden – sondern jetzt“, betonen Kreisvorsitzender Michael Hien und sein Kreisgeschäftsführer Sebastian Ingerl.

Daher müsse die Stadt Straubing endlich beginnen ein Konzept für Anwohnerparken und Anwohnerparkplätze zu erstellen. „Die bisherigen Ankündigungen sind uns einfach zu vage, zu unverbindlich und wirken oftmals nur wie ein Vertrösten auf eine Zeit, in der die meisten der jetzigen Stadträte keine Verantwortung mehr tragen“, so der stellv. Kreisvorsitzende Florian Hien. Dieses Konzept soll nach Ansicht der Jungen Union spätestens Anfang des Jahres 2019 vorgestellt werden. „Wenn wir die Aussagen in den Bürgerversammlungen richtig deuten, dann müssen ja schon Pläne vorhanden sein“, so Kreisvorsitzender Michael Hien. Diese gelte es nun zu koordinieren, zusammenzufassen und als lösungsorientiertes Konzept vorzustellen. „Wir müssen endlich weg von der „es geht in Straubing nicht“ – Mentalität hin zu greifbaren und schnellen Lösungen“, stellt Kreisgeschäftsführer Sebastian Ingerl klar. Die Verwaltung ist aus Sicht der Jungen Union nun gefordert. Ob dazu eine Arbeitsgruppe gegründet oder ein externes Büro beauftragt wird, spielt aus Sicht des JU-Kreisvorstandes keine Rolle. Die Lösung ist das Ziel – nicht der Weg. Damit der Weg vom eigenen Auto zur Haustüre in Zukunft kürzer wird, als der Weg vom Arbeitsplatz in die Innenstadt.